Schwerer Wohnhausbrand in der Hindenburgstraße
In der Nacht zum 23. August 2024 kam es zu einem verheerenden Brand in einem Wohnhaus in der Hindenburgstraße. Das Feuer brach im ersten Obergeschoss aus. Die BewohnerInnen des Hauses konnten sich retten, doch für die Familie, deren Wohnung in Flammen stand, war das Treppenhaus bereits unzugänglich. In einem dramatischen Moment sprang der Familienvater, der sich dabei schwerste Verletzungen zuzog, zuerst aus dem Fenster und fang danach den Säugling (ca. 8 Wochen alt) auf, den ihm die Mutter entgegengeworfen hat. Die Mutter ist dann zusammen mit dem zweiten Kind (ca. 3 Jahre alt) gesprungen. Mutter und Vater erlitten lebensgefährliche Verletzungen, vermutlich mit Rückenwirbel- und Beckenbrüchen, und mussten per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Eine Person, die nicht über den Hausflur entkommen konnte, wurde von der Feuerwehr mithilfe einer Steckleiter aus der Dachgeschosswohnung durch das Fenster gerettet und anschließend den Sanitätern übergeben. Eine weitere Person erlitt schwere Verletzungen und wurde ebenfalls ausgeflogen. Weitere HausbewohnerInnen, die durch die Rauchgasentwicklung leicht verletzt wurden, konnten nach einer Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen werden. Das Feuer setzte die Wohnung im ersten Stockwerk in Vollbrand. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen konnte durch eine Brandschutzwand und die Löscharbeiten verhindert werden, allerdings griff das Feuer auf das darüber liegende Dach über. Die Feuerwehr musste mühsam nach Zugangsmöglichkeiten suchen, um die Flammen dort zu bekämpfen. Die Drehleiter wurde über den Garten von der Seitenstraße „Am Quabben“ an das Gebäude herangeführt, um die Löscharbeiten zu unterstützen. Die betroffene Wohnung brannte völlig aus und ist komplett zerstört. Die angrenzenden Wohnbereiche wurden vorsorglich gesperrt und sind vermutlich ebenfalls unbewohnbar. Der Einsatz begann gegen 2:30 Uhr und dauerte bis 5:30 Uhr, die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden hin. Die Feuerwehr war mit allen verfügbaren Einsatzfahrzeugen und 40 Einsatzkräften vor Ort. Auch die Polizei rückte mit Verstärkung an. Unterstützung kam von der DLRG, die sich in einem benachbarten Gebäude befand. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war mit zwei Rettungswagen im Einsatz, um die vielen Verletzten zu versorgen. Die Rumänin Ana-Maria Andrei half als Übersetzerin den betroffenen Familien und nahm die Oma, verbleibende Mutter und die beiden Kinder notdürftig bei sich auf. Seelsorgerische Unterstützung leisteten der ev.-luth. Pastor Jörg Schulze sowie ev.-ref. Pastorin Margrit Tuente und Pastor Carsten Wittwer. Anwohnende stellten Sitzgelegenheiten bereit und versorgten die Einsatzkräfte und Betroffenen mit Kaffee. Auch die Stadtwerke waren vor Ort, um sich um die Stromversorgung zu kümmern. Stadtbrandmeister Aike Brinkmann berichtete, dass die Zusammenarbeit zwischen allen Einsatzkräften reibungslos verlief. „Wir möchten uns herzlich bei allen Helferinnen und Helfern sowie bei der Bäckerei Müller, der Knappschaftsklinik Borkum und dem Strandhotel Hohenzollern für die kostenlose Verpflegung der Einsatzkräfte bedanken“, sagte Brinkmann